Das Jahr 2002

Die Vorbereitungen für das Jahr 2002 liefen auf Hochtouren. Ich kehrte zu meinen alten Trainingsgewohnheiten zurück und bereitete mich für die Night of Champions vor. Die Vorbereitung verlief ohne Verletzungen, wenn nicht ganz zweifelsfrei, da ich nicht kontinuierlich mit dem Gewicht runter gegangen bin. Jedoch hielt ich mich in dieser Diät ans Spiegelbild und nicht, wie früher, an die Waage.

Wenige Tage vor dem Wettkampf hatte ich immer noch 130 kg! Nach dem Aufladen waren es dann 127 kg Wettkampfgewicht. Ich fühlte mich so dick und prall wie noch nie!

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Das Publikum im New Yorker Beacon Theatre tobte! Mir sind die Vergleichsposen mit Paul Dilett und Bob Cicherillo leicht gefallen und die ganze Show über kämpfte ich. Die Kampfrichter sollten dieses Mal nichts zum bemängeln finden!

 

Ich war unter den Top 5 – im Finale. Nach kurzem Line-Up und Posedown war es endlich soweit: ich war mir sicher, dass ich es unter die ersten zwei geschafft hatte. Als der dritte Platz mit Francisco Bautista ausgerufen wurde, schossen mir tausende Gedanken durch den Kopf…….

Bob Cicherillo wurde auf den 2. Platz ausgerufen und ich konnte es nicht fassen. Das Theater tobte und die Schreie :“RUHL,RUHL,RUHL…..“ wurden immer lauter.

Ein unbeschreibliches Glücksgefühl überkam mich und ich ging in die Knie. Endlich hatte ich es geschafft!

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Nach kurzer Erholungszeit und einem kleinen Urlaub in Berlin, den ich mit einigen Auftritten verbunden hatte, ging der Alltag schon wieder los. Ich hatte kaum Zeit um mich zu erholen. Aber ich war motiviert von der NOC und ging voller Elan in die Vorbereitung für den Mr. O. Die ersten Wochen liefen hervorragend und ich kam schnell wieder in Form. Mein Ziel, die Top 6 zu erreichen, konnte ich leider nicht erfüllen und es wurde letztendlich ein achter Platz.olympia-200002

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Rückschläge im Jahr 2001

Nach Rücksprache mit meinem Sponsor entschloss ich mich im Frühjahr 2001 zu einer Wettkampfpause und tourte dafür, mit Gastauftritten und Seminaren, durch die ganze Welt.

Im Juli 2001 fing dann meine Vorbereitung für den Mr. Olympia an. Unter Expertenkreisen wurde ich sogar als Top 3 Kandidat gehandelt. Dadurch machte ich mir vielleicht selbst etwas Druck und trainierte täglich zwei Mal am Tag, inklusive zwei Cardio-Einheiten, weshalb mein Oberkörper nicht ganz so prall war, wie üblich. Dafür konnte ich aber meine Schwächen, Beine und den Rücken, etwas verbessern.
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ein Bauchnabel riss 5 Wochen vor Vegas jedoch ein weiteres Mal. Leider war es zu spät, um dies noch zu korrigieren, weswegen es etwas unschön aussah. Trotz einer sehr guten Form wurde ich bis Platz 14 durchgereicht und die Kampfrichter gaben mir nicht die Vergleiche, die ich mir gewünscht habe.
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Das Milleniumjahr 2000

Das Milleniumjahr 2000, und dementsprechend meine Vorbereitung, fing sehr gut an.
Anfang Februar verletzte ich mich zwar an der Schulter (Muskelanriß am Schultergelenk), bei der mein Arzt, nach kurzer Untersuchung, eine 4-6 wöchige Trainingspause voraussagte, ich diese jedoch nach meinem alten Grundsatz „wer Angst hat verliert“ ignorierte und nach 5 Tagen das Training wieder aufnahm.
Die weiteren Wochen verliefen verletzungsfrei und ich flog voller Hoffnung nach Toronto. Bei der dortigen Athletenbesprechung wurde meine Hoffnung auf einen Sieg gedämpft, da ich mit Athleten wie Dexter Jackson und Mike Matarazzo auf der Bühne stand. Nach der Vorwahl war mir allerdings klar, dass der Sieg zwischen Dexter Jackson und mir entschieden wird. Der Sieg mit Idealpunktzahl ging an mich und ich gewann somit die Toronto Pro!

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Eine Woche später flog ich als erneuter Geheimfavorit zur Night of Champions nach New-York. Dieses Mal verlief es jedoch anders und Jay Cutler gewann die Night of Champions und ich belegte den 2.Platz. Cutler war in hervorragender Form, aber trotz allem war auch wieder das New Yorker Publikum anderer Meinung.

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