Das beste Trainingsprogramm

Hallo Sportfreunde,
ich werde immer wieder gefragt, was ich denn von bestimmten Trainingsprogrammen halten würde und ob ich irgendwelche Programme empfehlen würde.

Trainingsprogramm, Trainingssytem, Trainingsphilosophie oder einfach nur Trainingsprinzip

Nennt es wie ihr wollt!  Der Kern bleibt der gleiche.

Im meinem letzten Videozusammenschnitt von dem Seminar, welches ich gemeinsam mit meinem Freund Matthias Botthof gehalten hatte, schienen wir den negativen Eindruck vermittelt zu haben, dass wir grundsätzlich gegen bestimmte Trainingsprogramme, Trainingsprinzipien oder Philosophien eingestellt sind.
Daher möchte ich an dieser Stelle nochmals klarstellen, dass ich keinesfalls klassische Trainingsprinzipien, welche zum Teil schon seit Generationen praktiziert werden, kritisiere.

Das war der besagte Zusammenschnitt

Ich wollte in diesem Zusammenhang auch nicht die Befürworter und Botschafter solcher Trainingsphilosophien wie H.I.T., Heavy Duty oder anderen Philosophien auf eine Stufe stellen mit den Fitnesshipstern und selbsternannten „Profis“, welche heutzutage auf YouTube sinnfreie Trainingsprogramme verkaufen, welche nicht einmal Grundlagenwissen vermitteln, sondern nur Selbstverständlichkeiten auflisten.

Leider hatte unser letzter Videozusammenschnitt bei einigen Zuschauern den Eindruck vermittelt, das ich diese Philosophien gemeinsam mit dem heute inzwischen zur Unart gewordenen Geschäftsmodell des Trainingsplanverkaufs über einen Kamm schere.

Ganz im Gegenteil: Während ich einer der größten Gegner vom Verkauf von vorgefertigten und sinnfreien Trainingsplänen bin, so finden sich jedoch viele klassische Trainingsprinzipien und Philosophien auch in meinem eigenen Training wieder.

Ein ausführlicher Nachtrag zum Thema Trainingsprogramme

Oft trainiere ich so, dass man mein Training in der Kategorie „Heavy Duty“ einordnen könnte.
An anderen Tagen hingegen, wenn ich vielleicht einmal weniger schwer trainiere, weil mir entweder der Kopf nicht danach steht oder weil ich einfach körperlich bereits durch den Alltag entsprechend angegriffen oder vorbelastet bin, tendiere ich eher zu Dropsätzen mit abnehmendem Gewicht statt einem typischen Pyramidentraining.

Je länger man den Sport macht und desto professioneller nicht nur die Ausführung der Übungen, sondern auch die Auswahl der praktizierter Trainingsprinzipien werden, welche am aktuellen Tag auf Basis von zeitlichen („Bin ich in Eile?“, „Habe ich Zeit?“), körperlichen („Fühle ich mich heute stark’“, „Bin ich leicht verletzt?“, „Fühle ich mich schlapp?“) und auch geistigen („Habe ich einen freien Kopf?“, „Kann ich mich heute gut konzentrieren?“, „Plagen mich Alltags-Sorgen?“) Voraussetzungen gewählt werden, desto weniger macht man sich darüber aktiv Gedanken und desto mehr entscheidet man instinktiv und intuitiv.

Und genau diese Intuition macht einen guten Sportler aus, weil er sein aktuelles Training immer an die wechselnden gegebene Umstände anpasst und somit das Optimum aus seiner eigenen Trainingseinheit herausholt.

Folge ich also bestimmten Trainingsphilosophien?
Nein!

Finden sich Elemente diverser Trainingsphilosophien auch in meinem Training wieder?
Absolut und auf jeden Fall!

Ein guter Sportler weiß und spürt, wann es wieder einmal ein guter Tag für Heldentaten ist. Und dennoch will, wird und kann er nicht jeden einzelnen Tag die Welt aus den Angeln heben.
Ich sage es immer wieder: Man sollte seinen Körper, seine Muskeln und das eigene Muskelgefühl kennenlernen, um erfolgreich ein intuitives Training umsetzen zu können.
Bei einem intuitiven Training steht euch eine Vielzahl von unterschiedlichen Trainingsmethoden zur Verfügung, von welcher jede seinen eigenen Reiz hat.

So stehen euch viele zahlreiche Methoden und Optionen zur Verfügung. Es ist immer besser, beim Training mitzudenken und Methoden anzupassen, statt sklavisch und blind einem Plan zu folgen, welcher vielleicht gar nicht auf die eigenen körperlichen, geistigen oder auch zeitlichen Umstände übertragbar ist.

Das beste Trainingsprogramm von allen

Wenn mich heute jemand fragt, welches „Trainingsprogramm“ denn das beste wäre, so muss ich ehrlich antworten:

Das beste Trainingsprogramm ist nicht das, bei welchem du im Notizbuch deine Erfolge notierst und mit dem Taschenrechner die nächste Last ausrechnen musst. Das beste Trainingsprogramm ist das Programm, welches dir am meisten Spaß macht. Es ist das Programm, welches dich jeden Tag wieder mit Begeisterung ins Sportstudio gehen lässt. Es soll dich immer wieder motivieren und herausfordern, damit du nie den Biss und den Ehrgeiz verlierst. Aus diesem Grund zeige ich euch auch in meinen Videos stets neue Variationen, welchen ihr immer wieder ausprobieren könnt, damit eure eigenen Trainingsmethoden an Vielfalt gewinnen. Das ist der richtige Weg zu einem erfolgreichen, individuellen und intuitiven Training.

Youtuber-Training und Hitnesshipster – vieles ist Schall und Rauch

…und viel Lärm um  nichts.

Einige Fans empfanden es als anmaßend, dass der letzte Videozusammenschnitt des Seminar-Videos den Eindruck vermittelte, dass ich die Vertreter von klassischen und anerkannten Trainingsphilosophien plötzlich auf die gleicht Stufe stellen oder im gleichen Atemzug nennen würde wie diverse Fitness-Hipster und Fitness-Youtuber, die mit dem Verkauf von vorgefertigten Trainingsplänen, welche nicht einmal Basiswissen vermitteln, sondern lediglich Selbstverständlichkeiten auflisten, Wucher betreiben.

Das war definitiv nicht meine Absicht und ich hoffe, dass ich das mit meinem Artikel klären konnte. Dafür möchte ich an dieser Stelle noch einige Worte zum Thema Fitness-Youtuber und Fitnesshipster loswerden.

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