Archiv der Kategorie: Aktive Wettkampfzeit

Auch wenn ich heute noch regelmäßig und schwer trainiere und dem Aussehen eines professionellen Bodybuilders und Berufssportlers gerecht werde, so liegt meine aktive Wettkampfzeit zwischen den Jahren 1995 und 2009.
Das heißt, dass ich heute nicht weniger gerne trainiere, aber keine Wettkämpfe mehr bestreite. Stattdessen biete ich unter anderem Privattrainings, Seminare und sonstige Gastbesuche an, bei denen ich mich immer auf den Kontakt mit Fans und Freunden freue.

Das Jahr 2003

Nach einigen Gastauftritten im November 2002 und kaum Erholungsmöglichkeiten fing die Vorbereitung für die Arnold Classic im Dezember 2002 an. Die Arnold Classics ist sicherlich nach dem Mr. Olympia die wichtigste Meisterschaft.
Ich war ziemlich nervös, vor allem als ich hörte, welche Spitzenleute an den Start gingen. Ich rechnete mir nicht viele Chancen auf die Top 6 aus und hoffte einfach auf einen guten Wettkampf bei meiner ersten Teilnahme in Columbus.
Mitte Januar wurde schnell klar, dass meine Form wieder sehr gut werden sollte. Vielleicht konnte ich ja doch für eine kleine Sensation sorgen und das Finale knacken. Das Training lief sehr gut – keine Krankheiten oder Verletzungen. Und meine Form wurde täglich besser – vor allem mein Rücken, welchen ich in letzter Zeit als meine größte Schwäche betrachtete.

So flog ich voller Hoffnung, und motiviert bis zum Anschlag, in die USA. Den ersten Dämpfer bekam ich am Airport, als mein Koffer mit dem kompletten Essen nicht ankam, und ich die Auskunft erhielt, dass dieser erst am folgenden Tag in Columbus eintreffen sollte. Also fuhr ich noch am gleichen Abend in den Supermarkt, um alles Nötige zu kaufen, damit ich mit der Aufladung beginnen konnte.

Meine Form war abends schon gut, aber als ich am nächsten Morgen aufwachte, sah ich wirklich sensationell aus – hart und dick. Ich war bereit für den Wettkampf!

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Die Auslosung ergab, dass ich im Line-Up neben Cutler stehen würde, was sich für meinen Vorteil herausstellen sollte.

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Die Vorwahl lief sehr gut und es war von Platz 2 bis 4 alles drin. Mein Posing war auch in Ordnung und im Posedown machten wir alle eine super Show. Letztendlich wurde es dann der dritte Platz!

Der Hammer: ich hatte es wohl endgültig geschafft mich in der Bodybuilding-Spitze zu etablieren. Abends bekam ich dann von vielen bestätigt, dass es die bisher beste Form meines Lebens war und ich eigentlich auch Cormier im Sack hatte.
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Das Jahr 2002

Die Vorbereitungen für das Jahr 2002 liefen auf Hochtouren. Ich kehrte zu meinen alten Trainingsgewohnheiten zurück und bereitete mich für die Night of Champions vor. Die Vorbereitung verlief ohne Verletzungen, wenn nicht ganz zweifelsfrei, da ich nicht kontinuierlich mit dem Gewicht runter gegangen bin. Jedoch hielt ich mich in dieser Diät ans Spiegelbild und nicht, wie früher, an die Waage.

Wenige Tage vor dem Wettkampf hatte ich immer noch 130 kg! Nach dem Aufladen waren es dann 127 kg Wettkampfgewicht. Ich fühlte mich so dick und prall wie noch nie!

2002

Das Publikum im New Yorker Beacon Theatre tobte! Mir sind die Vergleichsposen mit Paul Dilett und Bob Cicherillo leicht gefallen und die ganze Show über kämpfte ich. Die Kampfrichter sollten dieses Mal nichts zum bemängeln finden!

 

Ich war unter den Top 5 – im Finale. Nach kurzem Line-Up und Posedown war es endlich soweit: ich war mir sicher, dass ich es unter die ersten zwei geschafft hatte. Als der dritte Platz mit Francisco Bautista ausgerufen wurde, schossen mir tausende Gedanken durch den Kopf…….

Bob Cicherillo wurde auf den 2. Platz ausgerufen und ich konnte es nicht fassen. Das Theater tobte und die Schreie :“RUHL,RUHL,RUHL…..“ wurden immer lauter.

Ein unbeschreibliches Glücksgefühl überkam mich und ich ging in die Knie. Endlich hatte ich es geschafft!

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Nach kurzer Erholungszeit und einem kleinen Urlaub in Berlin, den ich mit einigen Auftritten verbunden hatte, ging der Alltag schon wieder los. Ich hatte kaum Zeit um mich zu erholen. Aber ich war motiviert von der NOC und ging voller Elan in die Vorbereitung für den Mr. O. Die ersten Wochen liefen hervorragend und ich kam schnell wieder in Form. Mein Ziel, die Top 6 zu erreichen, konnte ich leider nicht erfüllen und es wurde letztendlich ein achter Platz.olympia-200002

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Rückschläge im Jahr 2001

Nach Rücksprache mit meinem Sponsor entschloss ich mich im Frühjahr 2001 zu einer Wettkampfpause und tourte dafür, mit Gastauftritten und Seminaren, durch die ganze Welt.

Im Juli 2001 fing dann meine Vorbereitung für den Mr. Olympia an. Unter Expertenkreisen wurde ich sogar als Top 3 Kandidat gehandelt. Dadurch machte ich mir vielleicht selbst etwas Druck und trainierte täglich zwei Mal am Tag, inklusive zwei Cardio-Einheiten, weshalb mein Oberkörper nicht ganz so prall war, wie üblich. Dafür konnte ich aber meine Schwächen, Beine und den Rücken, etwas verbessern.
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ein Bauchnabel riss 5 Wochen vor Vegas jedoch ein weiteres Mal. Leider war es zu spät, um dies noch zu korrigieren, weswegen es etwas unschön aussah. Trotz einer sehr guten Form wurde ich bis Platz 14 durchgereicht und die Kampfrichter gaben mir nicht die Vergleiche, die ich mir gewünscht habe.
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